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Jun
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Viel Geschichte und Emotion bei den Sanfermínes in Pamplona

Zwischen dem 6. und 14. Juli dreht sich jedes Jahr in Pamplona alles um die große Fiesta / Vielfältiges Programm mit historischen Riesenfiguren, einem religiösen Umzug, Wettkämpfen in traditionellen Sportarten, Feuerwerk und viel Gesang

Viel Geschichte und Emotion bei den Sanfermínes in Pamplona

Nur zu den Sanferínes werden die historischen Riesenfiguren durch Pamplona getragen

Frankfurt, 27.06.2013 – Spätestens seit Hemingways Buch „Fiesta“ sind die Feiern zu Ehren des Heiligen Fermín in Pamplona auch außerhalb Spaniens bekannt. Hierzulande hat man davon meist nur den Stierkampf und das riskante Rennen durch die engen Altstadtgassen im Kopf. Dabei gibt es in dieser Woche so viel mehr zu erleben für Jung und Alt: 2013 finden allein fast 320 musikalische Darbietungen statt.

Zunächst zur Geschichte: San Fermín war der erste Bischof Pamplonas und gilt neben dem Heiligen Javier als zweiter Schutzheiliger Navarras. Sein Namenstag ist am 10. Oktober und seit dem 12. Jahrhundert wurde er an diesem Tag in Pamplona geehrt. 1591 jedoch verlegte man das Fest wegen des zumeist schlechten Wetters in den Juli, so dass es mit dem traditionellen Jahrmarkt zusammenfiel. Schon damals gab es Festreden, Theateraufführungen, Musik und Stierkämpfe und im Laufe der Jahre verlängerte sich das Fest auf zehn Tage. Im 17. und 18. Jahrhundert wurden die Sanfermínes richtig berühmt, so dass auch viele Gäste von außerhalb kamen. Dabei entstanden noch heute wichtige Programmpunkte wie die Riesenfiguren und die Großköpfigen.
Startschuss der Sanfermínes ist der Böllerschuß („Chupinazo“) um Schlag zwölf Uhr, für den sich Tausende auf dem Rathausvorplatz versammeln – alle in Weiß mit rotem Halstuch gekleidet. Eine lokale Persönlichkeit eröffnet dann offiziell die Festivitäten mit einem „Viva San Fermín!“

Vom 7. bis zum 14. Juli findet täglich um acht Uhr morgens das sogenannte „Encierro“ („Einschließen“, da die Straßen auf der Route mit Holzbarrieren abgeriegelt sind) statt: Hierbei laufen jeweils sechs Stiere – begleitet von einigen Ochsen, die beruhigend auf die Stiere wirken und den Weg führen – 825 Meter von der Calle Santo Domingo durch Pamplonas Altstadt bis zur Stierkampfarena. Vor dem Ereignis bitten die Läufer den Heiligen Fermín mit einem traditionellen Lied um Beistand. Eine Startrakete markiert den Beginn des etwa dreiminütigen Rennens, bei dem die besonders Mutigen versuchen, eine kurze Strecke neben einem Stier herzulaufen. Es gibt viele Regeln, die die Läufer zu beachten haben, um sich und andere nicht in Gefahr zu bringen. Zahlreiche Hirten mit langen Stäben sorgen außerdem dafür, dass die Tiere nicht unnötig gereizt werden, sie weiter nach vorne laufen und möglichst niemand zu Schaden kommt.

Am Namenstag des Heiligen Fermín, dem 7. Juli, wird ab 10 Uhr eine große Figur des Heiligen durch die Altstadt getragen bis zur Kirche San Lorenzo in der dann eine Messe stattfindet. Diese eineinhalbstündige Prozession und die Messe sind für viele Spanier der wichtigste Aspekt der Sanfermínes.

Vor allem für Kinder sehenswert sind die täglichen Umzüge der Riesenfiguren: Diese acht etwa vier Meter großen Figuren stellen jeweils in Paaren den König und die Königin der Kontinente Europa, Asien, Amerika und Afrika dar. Sie tanzen nur zu den Sanfermínes durch die Straßen und stammen noch aus dem Jahr 1860. Der Abschied „Gigantes“ bis zum nächsten Jahr am Ende der Festwoche ist für alle ein trauriges Ereignis. Begleitet werden sie von den Großköpfigen, den zwölf „Cabezudos“, kleinere Figuren mit riesigen Köpfen. Darunter jeweils sechs sogenannte „Kilikis“, die Piraten darstellen, und „Zaldikos“, halb Pferd, halb Reiter. Vor den „Cabezudos“ müssen sich die Kinder in Acht nehmen, denn sie schlagen mit Schaumstoffknüppeln nach ihnen.

Daneben gibt es in der ganzen Stadt klassische und moderne Konzerte, Theateraufführungen, Wettkämpfe in traditionellen Sportarten (wie zum Beispiel das Zerhacken von dicken Baumstämmen), Jahrmarktstände, ein vielfältiges Kinderprogramm und jeden Abend ein Feuerwerk. Die Stadt ist quasi im Ausnahmezustand und viele Bewohner nehmen seit Kindheitstagen an den Feierlichkeiten teil.

Die Sanfermínes enden schließlich dort, wo sie begonnen haben: am Rathausvorplatz. Am Abend des 14. Juli versammelt sich die Menge hier mit Kerzen und singt das traditionelle „Pobre de mí“, das das Ende der Festwoche beweint. Pamplona erwartet mittlerweile fast eine Million Besucher aus aller Welt, die diese besondere Woche mitfeiern wollen. Das sind etwa fünfmal mehr Menschen als in der Stadt wohnen. Die Sanfermínes haben damit einen festen Stellenwert – national und international.

Touristische Informationen zu Navarra unter: www.turismo.navarra.es
Hintergründe, Fotos und das aktuelle Programm unter: http://www.sanfermin.com/
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Über Navarra
Navarra liegt im Norden Spaniens und gehört mit der Gesamteinwohnerzahl von etwas mehr als 600.000 und etwa 10.000 Quadratkilometer Fläche zu den kleinsten autonomen Regionen des Landes. Im Westen grenzt Navarra an das Baskenland, im Süden an La Rioja, im Osten an Aragonien und im Norden an die französischen Pyrenäen. Auf kleinem Raum finden sich verschiedenste Landschaften: Pyrenäen im Norden, Felsschluchten im Osten, eine Lagune im Westen und die Wüste Bardenas Reales im Süden. Der französische Jakobsweg, der quer durch die Region führt, mit wichtigen Stätten wie Roncesvalles, Puente la Reina, Estella oder Sangüesa, steht seit 1994 unter Weltkulturerbe. Nach Madrid und dem Baskenland ist Navarra die drittwohlhabendste Region Spaniens. Navarra strebt nach hochwertigem Tourismus, unterstützt auch von erstklassiger Küche und Weinen. Mehr unter www.turismo.navarra.es

Bildrechte: Turismo Navarra

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Navarra liegt im Norden Spaniens und gehört mit der Gesamteinwohnerzahl von etwas mehr als 600.000 und etwa 10.000 Quadratkilometer Fläche zu den kleinsten autonomen Regionen des Landes. Im Westen grenzt Navarra an das Baskenland, im Süden an La Rioja, im Osten an Aragonien und im Norden an die französischen Pyrenäen. Auf kleinem Raum finden sich verschiedenste Landschaften: Pyrenäen im Norden, Felsschluchten im Osten, eine Lagune im Westen und die Wüste Bardenas Reales im Süden. Der französische Jakobsweg, der quer durch die Region führt, mit wichtigen Stätten wie Roncesvalles, Puente la Reina, Estella oder Sangüesa, steht seit 1994 unter Weltkulturerbe. Nach Madrid und dem Baskenland ist Navarra die drittwohlhabendste Region Spaniens. Navarra strebt nach hochwertigem Tourismus, unterstützt auch von erstklassiger Küche und Weinen. Mehr unter www.turismo.navarra.es

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